Wildunfall – Gefahr im Herbst und Winter

23. Oktober 2016
Vorsicht, Wildwechsel! So verhalten Sie sich nach einem Wildunfall.

Vorsicht, Wildwechsel! Kreuzt ein Wildtier die Fahrbahn, bremsen Sie stark ab und halten stur die Fahrspur.

Im Herbst und Winter ist die Aufmerksamkeit von Autofahrern besonders gefordert: Nicht nur rutschige Straßen, starker Wind oder schlechte Sicht stehen auf der Tagesordnung.

Die trübe Jahreszeit ist auch für die vielen Wildwechsel bekannt. Denn die Wildtiere wie Rehe, Hirsche oder Wildschweine sowie einige kleinere Tiere sind auf der Suche nach Nahrung und einem passenden Winterquartier. Dabei kommen sie häufig sehr nah an Straßen heran und überqueren sie auch immer wieder.

„Wildtiere sind vor allem in der Dämmerung aktiv, wenn die Sicht für die Verkehrsteilnehmer ohnehin schlecht ist“

sagt Kfz-Gutachter Gerhard Hertel vom Sachverständigenbüro Hertel in Pentling bei Regensburg. Das heißt, die Tiere stellen besonders mit abnehmendem Tageslicht eine Gefahr für die Autofahrer dar.

Im Herbst und im beginnenden Winter sind sie morgens später und abends früher unterwegs als im Sommer. Laut ADAC werden jährlich rund 2800 Verkehrsteilnehmer bei Wildunfällen verletzt:

So verhalten Sie sich, wenn ein Wildtier auf der Straße auftaucht:

  • Sofort energisch abbremsen und stur die Fahrspur beibehalten.
  • Wenn das Tier Sie nicht bemerkt, dann abblenden und hupen.
  • Bitte keinesfalls unkontrolliert ausweichen. Dadurch können Sie ins Schleudern geraten!

Das ist nach einem Wildunfall zu tun:

  • Unfallstelle absichern.
  • Polizei anrufen, auch wenn das Tier noch lebt und wieder davonläuft.
  • Fassen Sie angefahrene Tier nicht an. Sie könnten beißen und Krankheiten übertragen.
  • Ein getötetes Wildtier dürfen Sie nicht mitnehmen, denn das ist strafbar.

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